Schokospatz trifft Kekspraline

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Einfach Liebe 1

Leseprobe

Nora blickte an der Fassade des imposanten Gebäudes der Heim Backwaren AG hoch. Vom wahrscheinlich reizenden Ort Bernried am Starnberger See hatte sie bei der Durchfahrt kaum etwas gesehen. Für Oktober war es ziemlich warm und sie sehnte sich nach der Kühle des Büros.
Nein, der Mut durfte sie nicht im letzten Augenblick verlassen! Aufgeben war keine Option. Ihre Hand umklammerte die Aktenmappe. Monatelang hatte sie das Konzept erarbeitet. Drei Mal war der Termin mit dem Chef der Firma verschoben worden. Noch einmal tief Luft holen, ehe sie das Haus durch die Glastür betrat.
Das Foyer war eindrucksvoll gestaltet, in hellen Farben und gemütlich. Nora musste ein paar Schritte zum Informations-pult in der Mitte zurücklegen. Die modisch gekleidete Empfangsdame grüßte freundlich und fragte schließlich. »Zu wem möchten Sie?«
»Ich habe um siebzehn Uhr einen Termin bei Graf Heim von Werlenbach.« Noras Stimme klang energisch wie immer und verbarg ihre Unsicherheit. Sie machte ihrem Beinamen ›Kalte Walküre‹ alle Ehre.
»Frau Doktor Spatz aus Bad Hofgastein?« Die Angestellte lächelte freundlich. Nora schalt sich innerlich, denn sie hatte vergessen, sich vorzustellen. Wo waren ihre Manieren?
Spatz! Der Name war ein Hohn, wenn man sie betrachtete. Deswegen zögerte sie immer, ihn zu nennen. Niemals hätte man sie mit diesem kleinen Vogel in Verbindung gebracht. Sie war einen Meter achtzig groß und etwas mehr als mollig. Ihre langen braunen Haare waren in einem Zopf zusammengefasst.
Weder Tonfall noch Mimik der hübschen, schlanken Dame an der Rezeption war anzumerken, ob sie Noras Erscheinung in Kombination mit ihrem Namen lächerlich fand. Sie war of-fenbar gut geschult.
»Herrn Heims Büro ist im obersten Stock, genau gegenüber dem Lift.
Sie können es nicht verfehlen.«
»Ich bin zu früh, die Verkehrsverhältnisse waren schwer einzuschätzen.«
»Das spielt keine Rolle. Sie sind sein letzter Termin für heute.«
Das könnte eine wichtige Mitteilung sein. Ob es gut war, wusste Nora zu diesem Zeitpunkt noch nicht zu sagen. Würde er sich für sie Zeit nehmen oder wollte er rasch nach Hause? Laut den Informationen, die sie über sein Privatleben hatte, war das zweifelhaft. Sie durfte keine Ablenkung zulassen. Noras Griff um ihre Aktenmappe wurde fester. Schon seit langer Zeit hatte sie es sich abgewöhnt, Handtaschen zu tragen. Passend zu ihrer Körpergröße und Fülle hätten sie die Größe eines Rucksacks haben müssen.
Oben angekommen stand sie vor dem Schreibtisch einer ad-retten Dame mit kurzen Haaren, die sie ebenfalls mit einem Lächeln begrüßte. Sie wirkte sportlich, mit makelloser Figur, sodass Nora sich zum zweiten Mal wie ein Walross fühlte. Das Wunder der Natur betätigte die Sprechanlage.
»Dein Siebzehn-Uhr-Termin ist hier.«
»In Ordnung, Britta.«
Was für eine Stimme! Tief und volltönend. Ob er mit seiner Assistentin schlief ? Nora wusste nicht, woher ihre dummen Gedanken kamen. Im Moment total irrelevant. Es war so weit.
Am liebsten hätte Nora einen Rückzieher gemacht, doch es war ihre letzte Chance. Sie klopfte und betrat den Raum.
Klaus Heim von Werlenbach war müde. Eigentlich hatte er an diesem Tag genug gearbeitet. Das Meeting zu Mittag hatte ihm einiges abverlangt und die Gehaltsverhandlungen mit
dem Betriebsrat hatte er auch nicht zu einem befriedigenden Abschluss führen können. Das lag zum Teil an ihm.
Vor exakt vier Monaten hatte er angefangen, sich in einen echten Kotzbrocken zu verwandeln. Zwar bemühte er sich um Höflichkeit, doch die Welt erschien ihm dermaßen finster, dass er nicht zu seinem früheren Humor zurückgefunden hatte. Und jetzt stand dieser dubiose Termin mit einer Frau Spatz an, die eine kleine Schokoladenmanufaktur in Bad Hofgastein besaß. Unbedeutend für ihn.
Dennoch musste er sich zusammenreißen und sie zumindest anhören. Dass sie hartnäckig war, hatte sie bereits bewiesen. Sie war am Ball geblieben, obwohl er die ersten drei Treffen nicht hatte einhalten können.
Die Frau, die nun eintrat, entsprach überhaupt nicht seinen Erwartungen. Sie war keine stark geschminkte Geschäftsfrau mit Hochsteckfrisur, die ihren hageren Körper in einem langweiligen Geschäftskostüm versteckte. Vielmehr zeigte sich eine üppige, groß gewachsene Frau, deren Rundungen der perfekt geschnittene Hosenanzug betonte. Für seinen Geschmack hatte sie eindeutig ein paar Kilogramm zu viel auf ihren Rippen.
Was konnte sie wollen? Mit geschäftsmäßiger Höflichkeit erhob er sich und reichte ihr die Hand. »Ich bin erfreut, Sie kennenzulernen, Frau Doktor Spatz.« In Österreich waren Titel von Bedeutung, und er wollte, dass sie sich wohlfühlte.
»Ich bedanke mich für den Termin, Graf von Werlenbach.« Auch sie hatte ihre Hausaufgaben gemacht und sich erkundigt, wie man einen Grafen anzusprechen hatte.
»Heim genügt, das ist mein Name!« Kaum jemand sprach ihn mit seinem Adelstitel an. Höchstens seine jüngeren Brüder, wenn sie sich über ihn lustig machen wollten.
»Bitte setzen Sie sich!«
Nora war nicht leicht aus der Ruhe zu bringen, aber die Narben dieses Mannes, die sein Gesicht unschön teilten, konnte niemand übersehen. Seine Oberlippe war asymmetrisch und seine Lippen ungleichmäßig dick. Auf den ersten Blick sah er alles andere als attraktiv aus. Dennoch wirkte der lebhafte Ausdruck in den hellbraunen Augen auf Nora anziehend, das konnte sie nicht leugnen. Für die Bilder in der Zeitung waren seine Narben offenbar retuschiert worden, denn sie traten nicht in dieser Deutlichkeit hervor. Wie sie aus Berichten wusste, wurde der Graf mit einem Wolfsrachen geboren.
Seine Figur hingegen zeigte eine gewisse Sportlichkeit, der Maßanzug saß perfekt und sein Charisma beeindruckte Nora vom ersten Moment an. Damit hatte sie nicht gerechnet. Wie-der stand sie kurz davor, von ihrem Vorhaben abzusehen. Dass er bemerkte, wie sie ihn angestarrt hatte, war an Pein-lichkeit wohl kaum zu überbieten.
»Frau Spatz, Sie kommen aus Bad Hofgastein?«, fragte er, nachdem sie keine Anstalten machte, das Gespräch zu beginnen.
Aus seiner Stimme hörte sie keinerlei Emotionen. Vermutlich wurde er öfter mit so einer Reaktion konfrontiert. Sie riss sich zusammen. »Ja, aus Salzburg.« Sie hielt sich an ihrer Mappe fest.
Er runzelte die Augenbrauen und verharrte geduldig. Tat-sächlich gab es auf ihre dumme Bemerkung keine passende Antwort. Schließlich war es eine Beleidigung anzunehmen, der Graf wüsste nicht, wo Bad Hofgastein läge. Ein paar Sekunden verstrichen, ehe sie sich wieder fing. Nervös benetzte sie ihre Lippen.
»Sie werden sich wundern, warum ich um den Termin gebeten habe.«
»Tatsächlich kam es mir in den Sinn.« Die Formulierung klang humorvoll, seine Stimme enthielt jedoch eine Nuance Schärfe und er blickte demonstrativ auf seine Armbanduhr.
Das war schlecht. Nora beeilte sich. »Vielleicht ist es am besten, ich komme direkt zur Sache.« Das war bedeutend schwieriger, als sie sich ausgemalt hatte. Der Graf spürte leichte Ungeduld in sich aufsteigen. »Ich bitte darum!« Gerade rechtzeitig hielt er sich zurück, nochmals auf die Uhr zu sehen. Das Gespräch drohte, langweilig zu werden.
Doch dann stand seine Welt plötzlich Kopf.
»Ich möchte Ihnen die Ehe anbieten.«
Hatte er sich verhört? Eher nicht, denn die Amazone vor ihm sah ihn erwartungsvoll an.
»Sind Sie verrückt?« Er fuhr sie dermaßen unwirsch an, dass sie zusammenzuckte. Seine gute Erziehung zwang ihn, ruhiger zu werden. »Ich will nicht unhöflich sein, Frau Spatz, aber …«
Nora spürte, wie ihre Felle davonschwammen. Sie musste sich beeilen und bemühte sich um Geschäftsmäßigkeit. Rasch zog sie ihren Laptop und ihre Mappe aus der Aktentasche. Beides legte sie auf seinen Schreibtisch.
»Werfen Sie einen Blick in meine Aufstellungen. Für unsere Firmen ein Riesengeschäft. Eine Win-win-Situation.«
Er stand auf. »Frau Spatz, es hat mich gefreut, Sie kennen-zulernen, aber …!«
Sein Tonfall klang förmlich, sodass Nora zu ihrer gewohnten Routine zurückfand und ihn einfach unterbrach. »Hören Sie mich erst an, Herr Heim! Mir gehört die Manufaktur Spatz-Schokoladen in Bad Hofgastein, bekannt für feinste Schokolade. Unser Hauptprodukt sind die Klammsteiner Herzen, nach Burg Klammstein benannt. Mein Urgroßvater war der Erfinder der Streifenglasur, einer Schokoglasur aus verschiedenen Brauntönen.«
Klaus Heim saß wieder hinter seinem Schreibtisch, machte jedoch keinerlei Anstalten, die vor ihm liegende Mappe mit dem Logo von Spatz-Schokoladen zu öffnen.
Nora ließ sich nicht beirren. »Ich möchte Ihnen eine Geschäftsidee unterbreiten. Wir sind dabei, eine zartschaumige Pralinencreme zu kreieren, die einen Unterkeks braucht. Tat-sächlich hat es solche Pralinenkekse schon mehrmals auf dem Markt gegeben, leider waren sie relativ erfolglos. Deswegen brauchen wir eine geniale Marketingstrategie. Aus Anlass unserer Hochzeit würde ich den Namen Hochzeitskuss vor-schlagen. Außerdem …!«
Heim hatte genug und sprang auf. »Bei aller Liebe, Frau Spatz, aber …«
»Es wäre nur eine Ehe auf dem Papier und auf Zeit. Nach zwei bis drei Jahren lassen wir uns wieder scheiden. Wir müssten nicht einmal zusammenwohnen, zumindest nicht ständig. Schließlich liegen unsere Orte zweihundertfünfzig Kilometer auseinander.«
»Ich finde Ihre Idee schlichtweg absurd und beleidigend.« Dachte diese monströse Schokoladefabrikantin, er wäre so ausgehungert nach einer Ehefrau, dass er jede nehmen würde?
»Tut mir leid, aber ich möchte unsere Zeit nicht länger verschwenden.« Seine Stimme hatte einen messerscharfen Ton-fall angenommen. »Alle Heim-Erzeugnisse verkaufen sich bestens. Besonders die Heim-Waffeln, unsere Klassiker, gehen ausgezeichnet. Es braucht keine neuen Produkte.«
Nora blieb sitzen, obwohl ihr elend zumute war. Sie konnte beharrlich sein wie ein Terrier, der sich in ein Hosenbein verbissen hatte. Mit sanftem Vorgehen setzte man in der Geschäftswelt keinen Fuß vor den anderen.
»Stimmt. Sie haben Ihr Sortiment schon ewig nicht verändert. Eine Aufstockung könnte also nicht schaden«, fuhr sie fort; sie schien unbeirrt. Das Handtuch zu werfen, war kein Weg. Es hing zu viel davon ab. »Ich habe Ihnen hier die Eck-daten aufgeschlüsselt. Wenn Sie einen Blick …«
»Frau Spatz! Sie reden von Hochzeit und nicht von einem x-beliebigen Geschäft. Was hat das eine mit dem anderen zu tun?« Würde er den Sicherheitsdienst rufen müssen, um diese Dame mit Gewalt hinauszubefördern?
»Herr Heim, Sie haben vor Kurzem eine Beziehung beendet. Und das knapp vor der Hochzeit.«

»Die ganze Welt weiß das!« Er hatte sich vor ihr aufgebaut wie ein gereizter Tiger. Alle konnte er auf diese Weise in die Flucht schlagen. Nur dieser zu breit geratene Spatz ließ sich nicht beirren.
»Sie sind momentan ungebunden, daher …«
Zum Teufel war diese Frau hartnäckig! Er beugte sich zu ihr, stützte sich mit beiden Händen auf den Armlehnen ab. Sein lodernder Blick sollte sie verbrennen – Dr. Nora Spatz wich jedoch nicht zurück.
»Ich habe keine Ahnung, warum und wie weit Sie über meine geplatzte Hochzeit Bescheid zu wissen glauben. Aber denken Sie wirklich, dass ich dermaßen verzweifelt wäre, eine wildfremde Frau, noch dazu eine Dame, die überhaupt nicht meinem bevorzugten Typ entspricht, zu ehelichen?«
Seine Mutter hätte ihm die Ohren lang gezogen, würde sie auch nur ahnen, wie beleidigend er sich geäußert hatte. Der Termin strapazierte seine Nerven. Dabei hatte er sich seit vier Monaten durch nichts und niemanden aus der eisigen Ruhe bringen lassen, in die er geflüchtet war.
Eine andere wäre weinend hinausgelaufen. Frau Doktor Spatz blieb ungerührt und kühl.
»Das ist mir klar! Normalerweise würden Sie eine Ehe mit einer Frau wie mir niemals in Erwägung ziehen. Das ist mir mehr als bewusst. Tatsächlich befinde ich mich in einer Notlage. Deswegen habe ich einen Geschäftsplan ausgetüftelt, der eine Eheschließung auch für Sie schmackhaft machen sollte. Und, das möchte ich betonen, es wäre eine Ehe auf dem Papier und auf Zeit.« Sie klappte ihren Laptop auf. »Ich habe einen Joint-Venture-Vertrag ausgearbeitet. Mir ist vollkommen bewusst, dass Heim-Backwaren in einer anderen Liga als Spatz-Schokoladen spielt. Aber eine Verbindung zwischen beiden wird definitiv für Sie von Vorteil sein.«
Heim hörte nicht alles, was sie erzählte. Er war auf einmal fasziniert von ihrer Lebhaftigkeit und ihrem Mienenspiel. Trotz ihrer gewaltigen Erscheinung sah er eine Agilität in ihr, die er auf den ersten Blick nicht vermutet hätte. Auf dem Laptop erschien ein Foto, das eine schokoladige Köstlichkeit zeigte, überzogen mit einer in mehreren Brauntönen gestreiften Glasur.
»Die Kekspraline Hochzeitskuss muss mit einem Knalleffekt eingeführt werden! Das erste Mal wird sie bei unserer Hochzeit verteilt und danach an sämtliche Vertriebsquellen geliefert. Ziel ist, dass verliebte Paare sich mit dieser Keks-Praline identifizieren.«
Bestimmt nicht auf Kosten seiner Hochzeit. Kurz war er abgelenkt gewesen und hatte sie plappern lassen, aber jetzt musste er die Dame stoppen, bevor sie sich weiter in Hirngespinsten verfing.
Er würde eine Heirat nie mehr in Erwägung ziehen. Und schon gar nicht mit einer Frau, deren Äußeres schlichtweg nicht seinem Geschmack entsprach.
»Ich werde das Ganze hier an dieser Stelle abbrechen, tut mir leid, Frau Spatz!« Seine Stimme klirrte durch den Raum und klang in seinen eigenen Ohren hart. »Die Idee ist unmöglich durchführbar.«
Sie wirkte enttäuscht. Nein, mehr als das. Am Boden zerstört. Als hätte sämtlicher Lebensmut sie verlassen.
»Bitte überlegen Sie es sich.« Sie versuchte es noch einmal. Doch die
Resignation war rauszuhören. Nora wusste, wann sie verloren hatte. Plötzlich hatte er Hemmungen, ihr wehzutun. Warum eigentlich? Sie war eine Geschäftsfrau, konnte austeilen und einstecken. Trotzdem spürte er eine Verletzlichkeit hinter ihrer offensiven Art. Das offenbarte sich in dem Augenblick, als sie ans Fenster trat und ihm den Rücken zukehrte.
»Sie haben eine wunderschöne Gegend hier. Der Blick auf den See ist malerisch.« Am leichten Zittern ihrer Stimme merkte er, dass sie nach dieser Niederlage um Fassung rang. Er wollte ihr ein paar Minuten zugestehen. Also ging er darauf ein. »Das stimmt. Jede Jahreszeit hat ihr eigenes Flair. Hin und wieder friert der See im Winter sogar zu.«
»Das muss beeindruckend sein!« Sie versuchte, Zeit herauszuholen, doch er kam zum Thema zurück.
»Frau Spatz, Sie sind eine intelligente Frau, deswegen werden Sie verstehen, wenn ich sage, dass ich unter keinen Umständen heiraten werde.« Energisch klappte er ihren Laptop zu und drückte ihn ihr in die Hände. »Heim-Backwaren strebt auch keinerlei Fusion an. Unsere Produkte verkaufen sich ausgezeichnet in fast allen europäischen Ländern. Sollten wir jemals eine Kreation mit Schokolade in Erwägung ziehen, werden wir an Sie denken. Ohne dass jemand zwangsverheiratet wird, versteht sich.«
Aus und vorbei. Abgewiesen. Nora kannte diesen Ton aus zahlreichen Geschäftsverhandlungen.
Sie schluckte und wäre am liebsten in Tränen ausgebrochen. Sie hatte darauf gebaut, dass er nach dem Fiasko seiner geplatzten Hochzeit nur zu gerne auf ihre Idee eingegangen wäre. Offenbar hatte sie sich geirrt. Er hatte nicht einmal richtig zugehört.
Sie kehrte zum Schreibtisch zurück und packte ihren Laptop in die Aktenmappe. Einen letzten Versuch noch.
»Es wäre vollkommen risikofrei für Sie. Eine Vernunftehe. Nur auf dem Papier. Selbstverständlich mit einem handfesten Ehevertrag, dass keiner von uns bei der Scheidung Verluste zu beklagen hat. Am Anfang ein paar gemeinsame gesellschaftliche Anlässe, später …«
»Stopp! Der Marketingtrick mit einer Ehe würde nur dann wirken, wenn man sich quasi auf unsere Verliebtheit stützen könnte. Da diese Verbindung nur eine Farce ist, ginge der Schuss nach hinten los.«
»Die Allgemeinheit würde es glauben«, versicherte sie dermaßen enthusiastisch, dass er es ihr fast abnahm. Fast!